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Arbon, 29. März 2016

Auswertung der externen Organisationsanalyse des Sozialamts der Stadt Arbon

Im Herbst 2015 hat der Arboner Stadtrat eine externe Betriebsanalyse des städtischen Sozialamts in Auftrag gegeben. Die Analyse wurde durch die RGB Rechts- und Gemeindeberatung AG (RGB) erstellt. Diese hat in freier Wahl insgesamt 13 Sozialhilfedossiers bestimmt und auf Herz und Nieren geprüft. Die Resultate der Analyse wurden vom Stadtrat und der Abteilung Soziales eingehend diskutiert, woraus ein Aktionsplan mit insgesamt 12 Massnahmen entstanden ist. Im Folgenden wird auf den Prozess der Betriebsanalyse und die wichtigsten Resultate eingegangen. Detaillierte Informationen liefern der Bericht der RGB sowie das Arbeitspapier des Stadtrates. Beide Dokumente sind auf der städtischen Website im Bereich Sozialamt einsehbar.

Aufgrund der angespannten finanziellen Situation der Stadt Arbon und der konstant steigenden Ausgaben im Bereich der wirtschaftlichen Sozialhilfe war es dem Stadtrat ein Anliegen, die betrieblichen Strukturen und Abläufe mittels einer externen Betriebsanalyse zu überprüfen. Die vom Stadtrat beschlossene Massnahme verfolgte zwei Ziele. Erstens sollen durch die Analyse Betriebsoptimierungen angestossen und somit Kosteneinsparungspotenzial auf-gezeigt werden. Zweitens ist sie als vertrauensbildende Massnahme zu verstehen. Nun, da die interne Auswertung abgeschlossen ist und ein Aktionsplan erarbeitet werden konnte, werden der Bericht und die Resultate veröffentlicht.
Grundsätzlich attestiert die RGB dem Sozialamt eine durchdachte, hochstehende Struktur. Diese zeigt sich in der Effizienz einzelner Arbeitsschritte und der Gestaltung von Arbeitsabläufen. Als Beispiele seien hier eine mustergültige Überprüfung der Sozialhilfegesuche oder die vorbildliche Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips genannt.

Unterdotierter Personalkörper

Bei der eingehenden Prüfung einzelner Sozialhilfedossiers hat die RGB auf verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten hingewiesen. Die Hauptstossrichtung des Berichts zeigt auf, dass ein quantitativ unterdotierter Personalkörper zu gewissen Einschränkungen bei der individuellen Fallbetreuung führt. Daher empfiehlt die RGB als erste und wichtigste Massnahme die Aufstockung des Stellenetats. Mit der Investition in zusätzliches Personal und der damit einhergehenden tieferen Fallbelastung wird eine wirkungsvollere Sozialarbeit und somit eine kostendämpfende Wirkung erzielt. Der Stadtrat ist bei seiner Interpretation des Berichts in Bezug auf den kostendämpfenden Effekt bewusst vorsichtig. Hingegen anerkennt er, dass ohne einen Personalausbau bald mit einer erhöhten Fluktuation gerechnet werden müsste. Die damit verbundenen Opportunitätskosten würden letztendlich die Sozialhilfeausgaben gegenüber heute weiter in die Höhe treiben.

Zusammenarbeit mit Spezialisten

Die zweite Kernaussage des RGB-Berichts weist darauf hin, dass die Sozialhilfe ihrem Versorgungsauftrag nur mit fachlich kompetentem Personal gerecht werden kann. An dieser Stelle ist dezidiert auf die ausgewiesene Fachlichkeit des bestehenden Teams hinzuweisen. Die Erfahrung der Abteilung Soziales deckt sich aber mit den Aussagen des Berichts: Die Geltendmachung von Drittmitteln, insbesondere von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen, wird seit Jahren komplexer. Hier möchte der Stadtrat ansetzen und künftig in die Zusammenarbeit der Abteilung mit spezialisierten Fachpersonen investieren. Einerseits wird dadurch das Know-how der Mitarbeitenden sukzessive ausgebaut. Andererseits werden die möglichen Leistungspflichten anderer Leistungsträger noch genauer überprüft.

Die externe Betriebsanalyse liefert wertvolle Inhalte für die Weiterentwicklung der Organisation. Mit dem darauf beruhenden Aktionsplan haben der Stadtrat und das Sozialamt einen verbindlichen Plan zur Umsetzung von spezifischen Massnahmen verabschiedet. Für die steigenden Sozialhilfekosten gibt es aber keine Patentrezepte. Die Hauptkostentreiber liegen – zu diesem Ergebnis kam auch die erste Analyse im Jahr 2013 – nicht auf der betrieblichen Ebene. Diese sind auf die Zentrumsfunktion und die historisch bedingte Bevölkerungsstruktur der Stadt Arbon zurückzuführen. Diesem Fakt muss auf übergeordneter Ebene, d.h. mit einem solidarischeren innerkantonalen Lastenausgleich Rechnung getragen werden.

In Kürze

  • Anfang Nov. 2015: RGB erstattet Bericht zur Betriebsanalyse Sozialamt Arbon; er verweist auf 26 Risikofaktoren und leitet 7 Hauptempfehlungen ab
  • Ende Nov.: Öffentlicher Infoanlass / Information von FGK und Sozialhilfebehörde
  • Dez.: Diskussion des Berichts im Stadtrat und in der Abteilung Soziales
  • Jan./Feb. 2016: Detailanalyse der Berichtsergebnisse, Erstellung eines Risiko-/ Massnahmenkatalogs, Ableitung eines Aktionsplans
  • März: Veröffentlichung von Bericht sowie Arbeitspapier des Stadtrats inkl. Aktionsplan mit 12 Massnahmen

Kontakt für weitere Informationen:

Lukas Feierabend
Leiter Abteilung Soziales
Amtshaus Walhallastrasse 2
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  • 071 447 61 63
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